Menu

NOW! Grenzgänger Intermediales Konzert

Folkwang Universität der Künste, Neue Aula

Dietrich Hahne, Gesamtkonzept

Flux Film #37 – Peter Kennedy, Mike Parr
Poème électronique – Edgar Varèse, Iannis Xenakis
Opus II – Walter Ruttmann
2001 – A Space Odyssey – Stanley Kubrick
Rhythmus 21 – Hans Richter
Intervals – Peter Greenaway
Symphonie Diagonale – Viking Eggeling
Sledgehammer – Peter Gabriel
Flux Film #23 Sun in your Head – Wolf Vostell
Pictures at an Exhibition – Emerson, Lake & Palmer
Zabriskie Point – Michelangelo Antonioni
Flux Film #37 – Peter Kennedy, Mike Parr
Epilog
Interstellar – Christopher Nolan, Dietrich Hahne

In der zweiten Konzerthälfte werden die Sieger des Wettbewerbs prämiert und ihre Werke uraufgeführt. Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier: http://icem-www.folkwang-uni.de/icem-web/call-for-works-grenzgaenger-in-musik-und-video/

Die in diesem Programm gezeigten Werke stehen exemplarisch für das, was mit dem Kunstwort "Visual Music" zusammengefasst werden kann. Seit etwa 100 Jahren existieren vielgestaltige Versuche, musikalisch-kompositorische Prinzipien auf den Film, d.h. das Bewegtbild, zu übertragen. Den Anfang machen seit den frühen 1920er Jahren kurze Stummfilme, die mittels abstrakter, dynamisierter Formen/Farben musikalisches Denken visualisieren (Ruttmann, Eggeling, Richter). Corbusiers/Varèses Film "Poème électronique" und Greenaways Film "Intervals" bilden insofern eine Ausnahme, weil in ihnen viel konkretes Bild-/Klangmaterial exponiert, zugleich aber musikanalog verarbeitet wird. Der Flux Film der 60er und 70er Jahre gehört im engeren Sinn nicht zur "Visual Music", visualisiert aber sehr fasslich kompositorische Tendenzen, die auch in der zeitgleich entstehenden Musik zu finden sind: Konzept, Kalkulation, Zufall (Kennedy, Parr, Vostell). Seit etwa 40 Jahren werden zur Vermarktung von Popmusik Musikvideos produziert und veröffentlicht, die mitunter experimentellen Charakter besitzen – durch die verwendeten (Trick-)Techniken – und ebenfalls dem weiten Bereich der "Visual Music" zugeordnet werden können (Gabriel, ELP). Experimentell sind auch einige Passagen in handlungsorientierten Spielfilmen, hier vor allem in Science-Fiction-Filmen, zu nennen, die das Unbekannte, Extraterrestrische, Überzeitliche, Außer-Raum-und-Zeit-Befindliche visualisieren und anschaulich machen (Kubrick, Nolan). Eine frühe Form des "Musikvideos" bildet der Schluss des Spielfilms "Zabriskie Point", weshalb er hier aufgeführt wird (Antonioni).
Allen Beispielen gemein ist die Tatsache, dass auf traditionelle Erzähltechniken (weitgehend) verzichtet wird und abstrakt kompositorische, bei den frühen Filmen auch konkret musikalisch-kompositorische Prinzipien zur Anwendung kommen. Abstraktion, resp. auf Abstraktion des Konkreten zielende Verfahrenstechniken bilden den übergeordneten Zusammenhang der hier gezeigten Beispiele.


Preise (€): 10,- / 5,- (ermäßigt) inkl. Systemgebühr.
Kartenvorverkauf unter T 02 01 49 03-231 oder karten@folkwang-uni.de
Festivalpass (begrenztes Kontingent) für alle NOW-Veranstaltungen Einheitspreis (€) 55,- inkl. Systemgebühr.