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Schauspiel

Nach der Flucht

Lesung und Gespräch mit Ilija Trojanow
Moderation: Karin Yeşilada

Das Thema Macht zieht sich in unterschiedlichen Zusammenhängen durch das Werk von Ilija Trojanow, wie in seinem Sammelband “Anarchistische Welten” über Alternativen jenseits von Hierarchie oder zuletzt in seinem Roman “Macht und Widerstand” über das Sowjet- und Postsowjet-Bulgarien.

In “Nach der Flucht” verarbeitet er nun eine Erfahrung, die sein Leben für immer prägen sollte und für die er heute seinen Eltern dankbar ist: seine Flucht nach Deutschland. Trojanow vermischt seine eigenen Erlebnisse mit denen von anderen Geflüchteten, ergänzt seine Gedanken durch Anekdoten anderer. Und gibt einen Eindruck davon, wie viel Geflüchtete miteinander verbindet – für ihn ist der Flüchtling eine eigene Kategorie Mensch.

Ilija Trojanow, geb. 1965 in Sofia, floh 1971 mit seiner Familie nach Deutschland. 1972 zogen sie weiter nach Kenia. Nach Stationen in Paris, München, Mumbai und Kapstadt lebt der Schriftsteller, Übersetzer und Verleger heute in Wien. Er ist Beisitzer im Präsidium des PEN Deutschland. Für seinen Bestseller “Der Weltensammler” erhielt er 2006 den Leipziger Buchpreis.

http://trojanow.de


Titelfoto: Thomas Dorn