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Schauspiel

"Die Göttin der Schönheit sollte gar keine Falten haben."

Wieland als erotischer Schriftsteller
Vortrag von Dr. Egon Freitag (Weimar)
Veranstalter: Goethe-Gesellschaft Essen e.V.

Christoph Martin Wieland, der erste deutsche Shakespeare-Übersetzer und Verfasser des Agathon und des Oberon, erwarb sich auch bleibende Verdienste als Autor erotischer Verserzählungen und Befürworter einer natürlichen Sinnlichkeit. Es war vor allem der erotische Reiz, die Anmut und Leichtigkeit seines Stils, wodurch Wieland ein Bestseller-Autor des 18. Jahrhunderts wurde. – Erfrischend heiter wirken seine Verse noch heute, wie z.B.: «Ein Busen reizt, der, jugendlich gebläht, / Die Augen blend’t und niemals stille steht».
Dieser Silbentanz gefiel auch dem jun-gen Goethe. Dieser konnte es gar nicht erwarten, bis diese Verserzählung erschienen war, sondern er verschlang die-se vergnüglichen Verse bereits in den Aushängebögen. Ja, Goethe lernte – wie er berichtet – sogar «jedes Blatt davon auswendig».

Egon Freitag ist Verfasser einer Wieland-Biographie sowie des Büchleins «Wieland zum Vergnügen».

Eine Veranstaltung der Goethe-Gesellschaft Essen e.V. am Schauspiel Essen